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Migrantinnen
Etwa 200.000 der etwa 400.000 in Deutschland in der Prostitution
tätigen Frauen sind, so Schätzungen der Hurenberatungsstellen,
Migrantinnen.
Migrantinnen, das sind Frauen aus dem Ausland, die in der Hoffnung,
Arbeit zu finden, nach Deutschland gekommen sind. Sie arbeiten als
Pflegerinnen, Haushaltshilfen, in den meisten Fällen aber als
Prostituierte. Sie kommen aus Lateinamerika (Kolumbien, Dominikanische
Republik), Asien (insbesondere Thailand), Afrika (insbesondere Nigeria,
Ghana) sowie Mittelosteuropa (Russland, Polen, Ukraine, Bulgarien).
Die meisten Frauen sind nicht gehandelt. Die meisten sind freiwillig
hier; in Anführungszeichen, weil die meisten sich aus finanziellen
Gründen zur Migration entscheiden, und das nicht unbedingt
freiwillig... Aber sie sind freiwillig im Sinne von: Nicht von dritten
Personen abhängig.
Warum das so ist? Frauen, die aus Lateinamerika oder Südostasien
nach Europa kommen, nicht nur nach Deutschland, haben diesen Migrationsweg
schon viele Jahre lang hinter sich. Schon in den 70er Jahren kamen
Frauen aus Lateinamerika nach Europa, wo sie in der Prostitution
arbeiteten. Das heißt, es hat sich über diese vielen
Jahre ein Netzwerk, eine Struktur herausgebildet, mittels derer
Frauen ohne Schleuser aus diesen Regionen nach Deutschland gelangen.
Durch diese quasi ausgetretenen Pfade werden sie hier bei uns sofort
angenommen und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Es
wartet also ein Arbeitsplatz auf sie. Wohlgemerkt nicht nur in der
Prostitution, auch im Haushaltswesen oder in der Altenpflege, die
ebenfalls Teile des Migrationsprozesses ausmachen. Das Problem ist
ihre Illegalität, in der sie in Deutschland anschaffen. Als
Nicht-EU-Bürgerinnen bekommen sie keine Aufenthaltsgenehmigung,
folglich auch keine Arbeitserlaubnis. Gerade diese Rechtlosigkeit,
mit der die Frauen in Deutschland arbeiten, macht sie anfällig
für ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. Und erst dann
wird aus der Migration Menschenhandel.
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